“Ich glaube nicht, dass es viel Kraft kostet so zu sein wie ich es bin. Es ist doch viel anstrengender, sich konstant zu verstellen!” – so beantwortet uns der Modeblogger Elai Menai die Frage, wie er es immer wieder schafft, seinem individuellen Look treu zu bleiben. Und wir geben ihm recht: Wieso sollte man sich verstellen, wenn man seinen ganz individuellen Stil mit der Welt teilen kann? Dass dieser Style gut ankommt, zeigt auch ein Blick auf Elais Instagram-Account: Über 8000 Follower tummeln sich da, und feiern Elais farbenfrohen Alienlook. Er selbst ist ein Verwandlungskünstler, und hat uns für die Interviewreihe “The Person Behind the Feed” erzählt, was hinter der Maskerade steckt:

Hey Elai! Erstmal ein riesen Kompliment für deinen Black&Yellow Look  – würdest du es auch in Betracht ziehen, den im Alltag zu tragen?

 

Also für den Zivildienst würde ich das natürlich nicht in Erwägung ziehen, aber sollte ich mal in einem kreativen Beruf landen, wäre das für mich gar keine Frage. Wenn ich anziehen kann, was ich will trage ich auch genau das, was mir in der Früh ins Auge springt, ohne groß darüber nachzudenken.

 

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Dein Make-Up allerdings wirkt schon durchdacht – was ist denn der Gedanke dahinter?

 

Allgemein gesagt wollte ich einfach etwas kreieren, das meinen Charakter widerspiegelt. Ich bin ein sehr geordneter Mensch, und deswegen wollte ich auch bei meinem Make-Up sehr gerade Linien – damit definiere ich zum Beispiel meine Wangenknochen. Bei den Farben bin ich aber recht schlicht: Meistens arbeite ich dann mit einfarbigen Looks oder mische Schwarz, Weiß und Gold oder Silber. Tatsächlich stört es mich, wenn zu viel in meinem Gesicht los ist – außer natürlich bei meinen Drag Looks. Da kann es durchaus mal bunt werden.

 

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Könntest du uns deine Insekten Inspiration ein bisschen näher bringen?

 

Eigentlich habe ich schon seitdem ich ein Kind bin Angst vor Insekten. Als ich dann begonnen hab, Drag zu machen, wollte ich genau die Dinge damit thematisieren, mit denen ich sonst nicht umgehen kann. Indem ich einen Insekten-Look kreiert habe, konnte ich diese Angst überwinden. Diese ganzen Formen und Farben ziehen sich nun durch meine Looks.

 

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Wo findest du deine individuellen Teile die du oft trägst?

 

Black Women's Style Salsa JINFENGKAI 217 Latin Shoes Dance Ich würde sagen ich gehe generell sehr viel shoppen. Da mich die Eintönigkeit der Modeketten ziemlich langweilt, und ich nicht immer die selben Sachen tragen möchte, gehe ich vor allem Second-Hand shoppen. Man findet dort einfach so viele Schätze, und wenn man diese Sachen dann auch noch richtig kombiniert kann es wirklich toll werden. Ich habe auch das große Glück, dass mein Freund Schneider ist, wodurch ich mich noch viel besser in meiner Individualität ausleben kann.

 

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Was ist denn der größte Schatz, den du beim Treasure Hunting in Second Hand Shops gefunden hast?

 

Das ist schwer, weil ich schon so viel gute Sachen gefunden habe. Aber ich denke, es wäre ein Pullover der ganz viele bunte Franzen hat und eigentlich recht puffig ist. Vom Stil und der Aufmachung her ist er glaube ich das außergewöhnlichste, was ich besitze.

 

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Möchtest du mit deinem Style auch eine bestimmte Message verbreiten? Und äußerst du die auch über Social Media?

 

Mir ist einfach wichtig, dass Leute aus sich herauskommen und sich nicht hinter ihrem Feed verstecken. Sie sollen nicht das sein, was die Gesellschaft haben will, sondern das, was sie selbst möchten! Jeder soll die Farben tragen, die er will (auch wenn sie nicht zu seinem/ihrem Hautton passen), sich schminken, wie er will, und Hüte tragen, egal wie groß! [lacht] habt keine Angst vor dem Anderssein!

 
Black Shoes 217 Latin Dance Style Women's Salsa JINFENGKAI

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Woher nimmst du denn die Kraft, einfach du selbst zu sein?

 

“Ich glaube nicht, dass es viel Kraft kostet so zu sein wie ich es bin. Es ist doch viel anstrengender, sich konstant zu verstellen!Wenn die Leute einen anstarren, weil man sich so kleidet, wie man möchte, sollte sich das gut anfühlen – schließlich geht man nicht in der Masse unter!

 

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Was planst du denn für die (nahe) Zukunft?

 

Derzeit versuche ich, meinen Stil etwas mehr zu festigen, und nach dem Zivildienst würde ich gern als Social Media Manager für ein Magazin arbeiten, oder als Person, die ein Unternehmen vertritt. Ich denke, dass ich in meiner Zukunft eher in der kreativen Branche tätig sein werde. Vielleicht als Blogger oder Reporter im Fashion&Lifestyle Bereich!

 

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Text: Naila Baldwin